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Happy New Year (2011)

Allgemeines

Originaltitel: New Year’s Eve

Jahr: 2011

Regie: Garry Marshall

Länge: 113 Minuten

Altersfreigabe: FSK 0

Kurzinhalt:

Der Film handelt von verschiedenen Menschen, die den Silvesterabend in New York City feiern. Die unterschiedlichen Beziehungen, die diese Menschen dabei haben werden jedoch erst im Laufe der Handlung aufgedeckt.

Kritik

Handlung/Drehbuch

Die Handlung ist einerseits gut durchdacht und in sich logisch aufgebaut, andererseits weist sie jedoch auch einige Schwächen auf. Dies liegt allerdings an der episodenhaften Darstellung. Sobald man sich auf einen Charakter eingelassen hat, wird zum nächsten geschalten, was das Ganze anfangs ziemlich abgehackt und unvollständig wirken lässt. Erst mit vorangeschrittener Spielzeit kann man sich an diese Darstellung gewöhnen und ganz auf die Handlung konzentrieren. Auch die Qualität und Spannung der einzelnen Episoden ist sehr unterschiedlich. Einiges hätte eigentlich ganz wegfallen, anderes wiederum mehr ausgebaut werden können. Bei solch einem Film jedoch ein gutes Mittelmaß zu finden ist zugegebenermaßen sehr schwer, gerade wenn es sich um mehrere Handlungen handelt, die irgendwann zusammen laufen müssen.

Sterne 7/10

 

Darsteller/Schauspielerische Leistung

Im Film wird mit allen, was in Hollywood Rang und Namen hat, förmlich um sich geworfen. Dass dabei leider viele Protagonisten falsch besetzt worden sind, versteht sich von selbst. Das größte Minus, was die Darsteller angeht, liefert Ashton Kutcher ab. Sein Charakter ging mir bereits nach nur 3 Minuten Spielzeit derart auf den Keks, dass ich ihn am liebsten weggezappt hätte. Die überspitzte Darstellung seiner Rolle ist dermaßen nervig und monoton gespielt, dass man als Zuschauer sich zwischenzeitlich fragt, ob derjenige, der ihn für diesen Film verpflichtet hat, besoffen gewesen sein muss. Ashton Kutcher ist es aber mittlerweile sicherlich schon gewöhnt, nur noch schlechte Kritiken zu ernten. Ebenso geht es mir mit Til Schweiger. Was hat er in einem amerikanischen Streifen zu suchen? Er wertet den Film in keinster Weise auf, allerdings auch nicht ab, ergo, weg damit. Aber schauen wir mal auf die Darsteller, die ihre Arbeit hervorragend machen. Dies wäre beispielsweise Halle Berry, die die Krankenschwester Aimee verkörpert. Sie hat hier nur wenig Spielzeit abbekommen, zeigt jedoch damit, dass man auch in einer kleinen Rolle glänzen kann. Das gleiche gilt für Zac Efron. Auch er spielt seine Rolle sehr natürlich und authentisch. Zu erwähnen wäre hier noch Rockstar Jon Bon Jovi, der auch als Schauspieler eine gute Figur macht und dessen Darstellung sehr gut getroffen ist. Auch Michelle Pfeiffer, die sehr ungewohnt Pfade mit ihrer Rolle der schüchternen Büroangestellten Ingrid beschreitet, und Oscar-Preisträgerin Hilary Swank konnten mich überzeugen. Alle anderen Darsteller bewegen sich mit ihren Performances auf normalen Niveau und finden (für mich zumindest) keine besondere Beachtung.

Sterne 7,5/10

 

Regie

Garry Marshall, Regisseur von „Pretty Woman” (1990) und “Valentinstag” (2010), lieferte die Regiearbeit zu “Happy New Year”. Man könnte meinen, dass er sich vielleicht dachte, dass er das, was bei “Valentinstag” schon einmal funktioniert hat, hier noch einmal wiederholen will. Geklappt hat das nicht wirklich, da man sich an mancher Stelle schon denken kann, dass zu guter Letzt eine andere Figurenkonstellation herauskommt, als man sich denkt. Zudem muss man auch anmerken, dass zwischen „Valentinstag“ und „Happy New Year“ Welten liegen, was die Qualität angeht. Der große Fehler, den er hier jedoch wieder begeht, ist, dass er das Augenmerk auf zu viele Protagonisten legt, womit das Ganze ab und zu schnell droht, unübersichtlich zu werden. Dennoch sollte man ihm, für die Idee zu diesem Projekt, gebührenden Respekt zollen, die Umsetzung jedoch, hätte besser sein können.

Sterne 7/10

  

Kameraführung

Die Kameraführung sticht zwar nicht besonders heraus, bleibt jedoch im normalen Rahmen und hält den Film auf einem angemessenen Niveau.

Sterne 10/10

 

Schnitt

Auch der Schnitt ist gut gelungen, und gibt dem Film das, was an mancher Stelle leider fehlt. Jede Schnittfolge ist sehr gut gearbeitet und wirkt keineswegs so, als habe man eben mal alles schnell und unaufmerksam gemacht, um nur einen kurzweiligen unterhaltsamen Film zu produzieren.

Sterne 10/10


Szenenbild

Das Szenenbild im Film ist eines der wenigen Kritikpunkte, dass auch voll und ganz überzeugen kann. Die Darstellung des Time Square in Manhattan in der Silvesternacht ist lebensecht und authentisch in Szene gesetzt und fängt den Spirit der Stadt zum Jahreswechsel sehr gut ein. Schade allerdings, dass das Ganze nicht sehr häufig zum Einsatz kommt, aber auch die anderen Locations sind sehr gut gewählt und dekoriert.

Sterne 9/10

 

Kostüme

Die Kostüme sind den individuellen Charakteren sehr gut angepasst. Vor allem Michelle Pfeiffer’s Outfits unterstreichen die Persönlichkeit ihrer Rolle sehr gut.

Sterne 10/10

 

Make-Up/Frisuren

Auch das Make-Up und die Frisuren zeigen, wenngleich auch alles sehr dezent und normal gehalten ist, dass weniger oft auch mehr ist.

Sterne: 10/10

 

Filmmusik

Der Soundtrack, so hart es auch klingen mag, stellt den größten Schwächepunkt dar. Dieser glänzt nämlich leider nur mit einfallslosen Pop und Rocksongs, teilweise auch traditionellen, die einfach nur einseitig, einfallslos und langweilig sind. Einziger Lichtblick in dem Ganzen ist P!nk’s „Raise your Glass“, welches auch im Trailer verwendet wurde. Es trägt zwar sehr gut zur Silvester- und Partystimmung bei und ist sehr gut ausgewählt, dennoch reißt dieses eine Lied nicht gleich das Ruder rum. Hätte man hier nicht noch wenigstens ein instrumentales Lied komponieren können, dass als Thema in den Film eingebunden wird?

Sterne 1/10

 

Gesamteinschätzung

Jeder Film hat seine guten und schlechten Seiten. Eins ist klar. „Happy New Year“ hat von beiden mehr als genug. Doch trotz alldem will ich den Film nicht ganz in den Dreck ziehen. Man kann nicht etwas aus ihm machen was er nicht ist. Fazit jedoch ist: Garry Marshall sollte in Zukunft die Finger von Episodenfilmen lassen, denn davon gibt es mittlerweile genug und vor allem für jeden Feiertag den passenden (siehe „Valentinstag“ (2010)). Wer den Silvesterabend gemütlich auf der Couch verbringen möchte, der ist mit „Happy New Year“ bestens bedient und unterhalten, um die Zeit bis Mitternacht totzuschlagen. Dennoch gehört dieser Film eher zu denen, die man einmal sieht und schnell wieder vergisst.

Sterne 7/10

 

 

 

30.12.13 20:00

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