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Der Teufel trägt Prada (2006)

Allgemeines

Originaltitel: The Devil Wears Prada

Jahr: 2006

Regie: David Frankel

Länge:  109 Minuten

Altersfreigabe: FSK 0

Kurzinhalt:

Andrea Sachs bekommt den Job, von den Millionen Frauen träumen. Sie wird Assistentin von Miranda Priestley, der berühmt-berüchtigten Chefredakteurin der Modezeitschrift 'Runway'. Als sie ihre neue Stelle antritt, ahnt sie jedoch noch nicht, dass sie für den Teufel höchstpersönlich arbeitet, denn Miranda liebt es, ihre Angestellten zu schikanieren und in Angst und Schrecken zu versetzen. Doch so schnell lässt Andrea sich nicht unterkriegen und gibt ihr Bestes. Kann sie jemals Mirandas hohen Anforderungen gerecht werden?

 

Kritik

 "Der Teufel trägt Prada" bietet dem Zuschauer einen sehr exklusiven, teils fraglichen, teils wahrheitsgemäßen Blick  hinter die Kulissen eines erfolgreichen Modemagazins. Der Film, welcher auf dem gleichnamigen Roman von Lauren Weisberger basiert, besticht durch sein schnelles Erzähltempo, und durch immer wieder neu auftretenden Wendungen, welche keine Langeweile aufkommen lassen. Auch das Ende des Filmes ist dabei zu keiner Zeit vorhersagbar.  Auch wenn es für mich gerade in der Mitte des Filmes einige Unklarheiten gab (Beispiel: Andrea wird in vielen verschiedenen neuen Outfits gezeigt, Miranda bemerkt diese jedoch erst ziemlich spät, obwohl es offensichtlich ist, dass sich Andrea modisch komplett umorientiert und weiterentwickelt hat), konnte mich gerade die Handlung bei der Fülle an Dingen, die passierten vollends überzeugen. Besonders das weibliche Ensemble, angeführt von Meryl Streep, Anne Hathaway und Emily Blunt, wertet den gesamten Film darstellerisch auf. Erstere durfte sich für ihre Performance über ihre 14. Oscar-Nominierung und ihren 6. Golden Globe freuen. Streep spielt die Rolle der tyrannischen Chefredakteurin mit sehr viel Feingefühl und lässt sie sehr oft durch ihre bloße Mimik sprechen. Wenngleich sie dadurch, mehrfach sicherlich auch ungewollt ein Schmunzeln beim Zuschauer verursacht, schafft sie es dennoch, ihren Charakter niemals lächerlich rüberkommen zu lassen, nämlich immer streng, bestimmt und zielgerichtet. Assistentin Emily, gespielt von Emily Blunt, bildet zum Einen das Team um Miranda, zum Anderen zeigt sie durch ihre versnobte, eingebildete  Arroganz zumindest anfangs Andrea die kalte Schulter. Emily  Blunts Darstellung zeigt wunderbar die stereotypen, klischeehaften Vorstellungen, die die Menschheit heutzutage vom Modebusiness (als Beispiel: Hungern, um schlank zu sein) hat. Da die meisten Lacher vor allem auf ihre Kappe gehen, fehlte mir bei Ihrer Rolle jedoch etwas die Ernsthaftigkeit und anfangs auch die Option, sich weiterzuentwickeln. Diese Entwicklung kommt zwar, für mich jedoch etwas zu spät und leider etwas zu uneinsichtig und undeutlich. Dennoch ist Emily Blunt gerade in diesem Film eine sehr starke Darstellerin, wenn auch nur in einer Nebenrolle, die mir sehr gut gefallen hat und mich größtenteils überzeugen konnte. Anne Hathaway ist  für mich leider die schwächste Schauspielerin im gesamten Film, obwohl man ihre Performance nicht als schlecht, sondern eher als durchwachsen oder mittelmäßig bezeichnen kann. Leider blieb bei ihrem Filmcharakter nicht genug Möglichkeit, sich zu entfalten. Bei so starker Konkurrenz, wie Streep und Blunt, bei denen jede Handlung und Mimik wie selbstverständlich wirkt, hat es Anne Hathaway jedoch sehr schwer gehabt, gegen beide anzukommen. Ganz will ich ihre Leistung natürlich nicht in den Boden treten, da sie als Hauptdarstellerin vor allem in Szenen, in denen die beiden anderen nicht vertreten sind, ihr ganzes Können unter Beweis stellt, und hier weniger überfordert wirkt. Noch zu erwähnen wäre hier das Kostümdesign, für welches Patricia Field verantwortlich war. Die Kostüme versinnbildlichen perfekt das ganze Image des Films. Alles wirkt modisch up-to-date und keinesfalls überkitscht. Auch der Soundtrack bietet einige sehr schöne und abwechslungsreiche Tracks.

 

Gesamteinschätzung

"Der Teufel trägt Prada" ist definitiv ein Film, der nicht jedermanns Geschmack trifft, aber wer auf ein starkes weibliches Schauspielensemble  steht und auf gute, kurzweilige, aber dennoch spannende Unterhaltung, ist hiermit bestens beraten. Wie die Realität hinter dem Film tatsächlich aussieht, ist fraglich.

Sterne 7,5/10

 

 

 

11.1.15 18:24

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